Berichte über "Barrierefreiheit" der Postbusflotte den öffentlichen Gebäuden, Bahnhöfe und Züge "Fernverkehr- railjet"


Barrierefreies Bauen ÖNORM B1600 Link TU Wien

ÖBB entwickeln Audio- und Videp-Guides mit Detailinformationen

Seit kurzem bieten die ÖBB ein neues Highlight auf Ihrer Website:
Über Text, Ton und Gebärdensprache erhalten Reisende genaue Informationen über Bahnhöfe, exakt auf spezielle Bedürfnisse zugeschnitten.

Pilotprojekt: Informationen über Bahnhöfe

Für das Pilotprojekt haben die ÖBB fünf Bahnhöfe ausgewählt: Baden, Linz, Graz, Innsbruck und Wien Praterstern. Von diesen fünf Bahnhöfen stehen den Reisenden nun nähere  Informationen in österreichischer mit deutschem Text und Ton sowie internationaler Gebärdensprache mit englischem Text und Ton zur Verfügung. Viele Inhalte der ÖBB-Website sind bereits in Gebärdensprache sowie Text und Ton abrufbar, das Besondere an diesem neuen Angebot ist, dass es sich nicht um Inhalte der Website handelt sondern, dass hier zusätzliche Informationen erhoben wurden. "Uns war es ein besonders Anliegen ganz speziell auf die Bedürfnisse von mobilitätseingeschränkten Personen, sehbehinderten und gehörlosen Menschen, aber auch Eltern mit Kinderwägen, älteren und Reisenden mit schwerem Gepäck einzugehen". meint Reinhard Rodlauer, ÖBB-Konzernkoordinator für Barrierefreiheit. "Aber im Endeffekt profitieren alle Reisenden von diesen Zusatzinformationen"
 

Förderungen zur Realisierung der Barrierefreiheit

"Große Förderung"

Richtlinie für die Förderung von investiven Maßnahmen von Betrieben für Menschen mit Behinderungen aus Mitteln des Ausgleichstaxfonds.
 

Geförderte Maßnahmen:

Verbesserung der Zugänglichkeit von Betrieben
Behindertengerechte Umgestaltung von Arbeits/Ausbildungsplätzen sowie Sanitärräumen Erleichterungen zur Benutzung therapeutischer Vorrichtungen Betrieb muss sich in einem angemessenen Verhältnis an den Gesamtkosten beteiligen.

Höhe: maximal Euro 50 000,--

Von anderen Stellen gewährte Mitteln sind zu berücksichtigen.

Neu: ausnahmslos keine Körperschaften des öffentlichen Rechts.
Zuständig: Bundessozialamt

Der Antrag ist bei der zuständigen Landesstelle vor Realisierung der Maßnahme einzubringen.
Antragsformblatt auf: Bundessozialamt
Beizulegen: alle Baupläne und nötigen Unterlagen.

"Kleine Förderung"

Richtlinie zur Förderung der Barrierefreiheit von Unternehmen bis zu 50 Mitarbeiter/innen.

Ziel: Anreiz zu schaffen, Barrieren möglichst bald zu beseitigen.

Geförderte Maßnahmen:
Beseitigung baulicher Barrieren, wenn die Baubewilligung vor dem 01.01.2006 erteilt wurde.
Wenn die Gesamtkosten zwischen Euro 1000,-- und Euro 5000,-- betragen.

Förderhöhe:
Maximal 2/3 der Gesamtkosten.
Nur unbedingt erforderliche Aufwand.
Auch die in den Gesamtkosten enthaltene Planungskosten förderbar.

Anspruchsberechtigt:
Unternehmer/innen bis zu 50 Mitarbeiter/innen.

Nicht:
Unternehmen von Gebietskörperschaften oder Körperschaften des öffentlichen Rechts.

Zuständig:
Landesstelle des Bundessozialamtes.
Beantragung der Förderung vor Realisierung mit Vorlage des Kostenvoranschlages.
Antrag ist formfrei.

Große und kleine Förderung:
Es besteht kein Rechtsanspruch darauf.

Tipp:
Vor der Realisierung der Maßnahme: Kontaktaufnahme mit dem Bundessozialamt bzw. unsererer Ortsgruppe.

Bahnhof Pöchlarn ist barrierefrei

Hebelift ist vorhanden
Bedienzeiten des Hebelifts von Montag-Sonntag von 00.00-24.00 Uhr
Blindenleitsystem ist vorhanden
Barrierefreies WC ist vorhanden
Voranmeldefrist ist 24 Stunden vor Reiseantritt
Telefonnummer für Reiseantritt:05-1717-5-5
Email-Adresse für Reiseantritt
Internetformular für Reiseanmeldung



50% der Postbusflotte bis Jahresende barrierefrei
Barrierefreiheit künftig nur bei fairem Wettbewerb möglich!


Um das Reisen auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkung möglichst angenehm und stressfrei zu gestalten, würden in den vergangenen Jahren von der ÖBB-Postbus GmbH ausschließlich barrierefreie Busse angeschafft. Ende 2009  werden bereits 50% der Busflotte barrierefrei  sein. Damit die ÖBB-Postbus GmbH auch in Zukunft in Barrierefreiheit investieren kann, müssen die Wettbewerbsbedingungen für alle Verkehrsunternehmen gleich sein.

Bestimmungen müssen für alle gelten

Auf Basis des Bundes Behindertengleichstellungsgesetz sind die ÖBB, genau wie alle anderen öffentlichen Verkehrsunternehmen und die Gebietskörperschaften, gefordert, in barrierefreie Mobilität bei Bahn und Bussen zu investieren. Gerade die Überlandbusse mit Hebeliften sorgen dafür, dass auch in den ländlichen Regionen Mobilität für alle möglich ist. Diese sind aber in der Anschaffung teuer, haben weniger Sitzplätze zur Verfügung und kosten auch mehr in der Wartung. Wenn bei Ausschreibungen nur ein Teil der Bewerber die barrierefreien Standards erfüllt, entstehen daraus Wettbewerbsverzerrungen.

Postbus ist Vorreiter

972 der 2100 Postbusse sind mittlerweile barrierefrei - der Postbus übernimmt damit eine Vorreiterrolle. Ende des Jahres sollen bereits 50% der Busse barrierefrei sein. Damit der Postbus diesen Weg für mehr Barrierefreiheit fortsetzen kann, sind jetzt die Länder gefordert.
Derzeit wird das Bundesbehindertengleichstellungsgesetz im Wettbewerb leider noch nicht durchgehend umgesetzt. Für die ÖBB-Postbus GmbH ist aber gerade bei Ausschreibungen Voraussetzung, um weiterhin mit barrierefreiem Service im Wettbewerb bestehen zu können.


Viel investiert

Sämtliche seit 2006 angeschafften Busse der ÖBB-Postbus GmbH sind barrierefrei. Die neuen Niederflurfahrzeuge sind mit mechanischer Klapprampe ausgestattet. Die Ausstattung eines Sitzplatzes für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste mit breiteren Sitzflächen und mehr Platz im Fußbereich (z.B. für Begleithunde, Krücken, Prothesen, usw.) gehört bereits zum Standard. Bei Überlandbussen, die mit einem Hebelift ausgestattet werden, muss die Sondernutzfläche zusätzlich mit Prallplatte, Rückhaltevorrichtung und Begleitsitz versehen werden, was Mehrkosten bei der Investition sowie bei der laufenden Wartungsaufwand verursacht.

Etappenplan für Barrierefreiheit

Die ÖBB investieren laufend in Barrierefreiheit. Grundlage dafür ist der ÖBB-Etappenplan gemäß § 19 Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz, der von Experten der ÖBB-Gesellschaften nach Gesprächen mit Vertretern der Behindertenorganisationen erstellt wurde. Der laufende Abbau jener Barrieren, mit denen mobilitätseingeschränkte Menschen heute noch konfrontiert sind, soll in 3-Jahresschritten bis  2015 erfolgen. Bis dahin sollen alle Bahnhöfe mit einer Frequenz von über 2.000 Reisenden pro Tag barrierefrei ausgestattet sein. Das sind 140 Bahnhöfe, auf denen 75% aller ÖBB-Reisenden unterwegs sind.

railjet: schnell, komfortabel, barrierefrei

In den letzten Jahren kam der Barrierefreiheit bei der Planung und Neuanschaffung von Zügen mehr und mehr Bedeutung zu. Heute gilt Barrierefreiheit bereits als wichtige technische Anforderung, wenn es um die Neuentwicklung von Schienenfahrzeugen geht. Seit dem Fahrplanwechsel 2008/2009, am 14 Dezember 2008, sind bei den ÖBB auf der Westbahn-Strecke die ersten railjet Züge im Einsatz " mit dem Hochgeschwindigkeitszug railjet setzen die ÖBB einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Reisen ohne Barrieren. Denn der railjet bietet ALLEN Reisenden eine Reihe von Vorteilen", so Reinhard Rodlauer, Konzernkoordinator für Barrierefreiheit.

Alle einsteigen!

Der neue Hochgeschwindigkeitszug von Siemens Auftrag der ÖBB-Personenverkehr AG entwickelt. Experten der ÖBB und Behindertenverbände waren von Anfang an bei der Planung miteingebunden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und muss den internationalen Vergleich keinesfalls scheuen. Für mobilitätseingeschränkte Personen bringt der railjet den größten Fortschritt bei Zügen seit den Rollstuhlwagen Anfang der 80er Jahre.

Akustische Wegeleitung

Um den Einstieg für Menschen mit Sehbehinderung zu erleichtern, weist ein "Piepton" den Weg zum Türöffner. Die Entwicklung dieser akustischen Wegleitung erfolgte in Abstimmung mit blinden und sehbehinderten Personen. "Als Ergänzung zu den taktilen Wegeleitsystemen am Bahnhof selbst, ist uns damit eine wertvolle Orientierungshilfe für Menschen mit Sehschwäche gelungen", so Rodlauer.

Einstieg ohne Hindernisse

Im Nahverkehr ist ein stufenloser Einstieg bei vielen Zügen und Stationen bereits möglich. Im Fernverkehr sieht die Situation leider etwas anders aus, denn bei Geschwindigkeiten über 200 km/h brauchen Züge größere Raddurchmesser, wodurch ebenerdige Niederflur-Einstiege technisch nicht machbar sind. Darüber hinaus ist bei allen Zügen ein Spalt zwischen Bahnsteig und Zug erforderlich - unter anderem damit die Züge sicher vorbeifahren können.  Um auch im Fernverkehr den barrierefreien Einstieg zu ermöglichen, ist die unterste Stufe des railjet eine Klappstufe. Bei 55cm hohen Bahnsteigen wird der Spalt zur Bahnsteigkante so fast zur Gänze waagrecht abgedeckt, bei einer Bahnsteighöhe von 38cm wird der Einstieg wesentlich erleichtert.

Rollstuhlhebelift

Im Bistrowagen des railjet ist für Menschen mit Rollstuhl ein Hebelift eingebaut der vom Zugspersonal leicht zu bedienen ist Dieser Hebelift wurde aus einem bewährten Serienprodukt entwickelt, dabei aber wesentlich verbessert: Der fahrzeuggebundene Hebelift ermöglicht frontales und seitliches Abfahren, dabei ist er sicher, rasch und einfach zu nützen. Obwohl der Platz auf dem Hublift größer ist als das ISO-Maß, sind die Außenabmessungen nur geringfügig größer. Das hat den Vorteil, dass der Lift auch relativ schmalen Bahnsteigen eingesetzt werden kann.

Barrierefrei reisen

Der gut ausgeleuchtete, geräumige Einstiegsbereich mit einem Wendekreis von 1,5m und 80cm breiten, automatischen Durchgangstüren in den Fahrgastraum erleichtern das Reisen für Fahrgäste mit Mobilitätseinschränkung. Die Barrierefreiheit im Ein-und Ausstiegsbereich setzt sich im Inneren des railjet fort: Es gibt insgesamt drei Rollstuhlplätze die mit Stromanschluss zum Laden der Batterie, sowie einer Taste zum Rufen des Getränke- und Speisen-Service ausgestatten sind. 14 Fahrgastsprechstellen, zwei je Wagen,  sowie Notruftasten an den barrierefreien Plätzen sorgen für Sicherheit der Fahrgäste im Zug. Auch für Reisende mit Sehproblemen gibt es eigene Sitzgruppen, die auch Blinden- oder Partnerhunden Platz bieten. Die Fahrgastinformationen erfolgen optisch und akustisch. Weiters ist jeder railjet mit einem barrierefreien WC mit zwei Notruftasten ausgestattet. Die Toiletten-Tür lässt sich durch automatische Kraftunterstützung leicht öffnen und schließen. Die Spiegel sind in Sitzhöhe montiert. Ebenso wie in den Standard-WCs gibt es auch hier taktile Elemente, die Seheingeschränkten Personen die Orientierung erleichtern.

Barrierefreiheit am Zug

Der Einsatz des railjet erfolgt stufenweise: Seit Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2008 gibt es eine railjet Verbindung von Budapest nach München (via Wien) sowie eine Verbindung von München (via Wien) nach Budapest. Zusätzlich verkehrt ein railjet täglich zwischen Wien-West und Budapest (hin und retour). Ab April 2009 werden weitere railjet Züge auf der Strecke Wien-München eingesetzt. Bis Ende 2009 sollen insgesamt elf Garnituren unterwegs sein und 17 verschiedene Verbindungen anbieten.

Der railjet auf einen Blick

Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h
Länge: 205m (mit Taurus-Lok)
Gewicht: 417 Tonnen Leergewicht (mit Taurus-Lok)
Stahlkonstruktion
210 Sitzplatzreservierungsanzeigen
140 Innenlautsprecher
50 Monitore im Fahrgastraum
14 Fahrgastsprechstellen
14 Monitore im Ein-Ausgangsbereich
14 Außenanzeigen
5 Serviceruftasten bei Sitzplätzen für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste
1 Wagengebundener Rollstuhlhebelift
1 barrierefreies WC
3 Rollstuhlstellplätze
Akustische Wegeleitung bei allen Einstiegen
Barrierefreier Einstieg durch Klappstufe bei allen Türen


Kobv Behindertenverband Behindertenverein Behinderung Behinderte Behindertenausweis Behindertenpass Körperbehinderung Behinderungsgrad Ortsgruppe Pöchlarn Österreich Interessensvertretung Beratungsdienst Invalide Hilfeleistung Mitglieder Veranstaltung Neuigkeiten Freiland Helenental Förderer Blog Fotoalbum Geschichte Urlaubsmöglichkeiten Erholungshäuser Gesellschaft Menschen Wirtschaftlich Sparsam Existenzgründung Schwerbehinderung Behinderter Behinderungsarten Niederösterreich Sozialpass Pfleggeldzulage Kirchensteuer Behinderten Reisen behinderte Menschen Kinder Jugendliche Urlaub mit Behinderung Menschen mit Behinderung begünstigte Behinderte Grad der Behinderung Rente Schwerbehinderung Förderungen und Barrierefreiheit Bundessozialamt Postbusflotte bis Jahresende barrierefrei Etappenplan für Barrierefreiheit schnell komfortabel barrierefrei Barrierefrei reisen mit der ÖBB Barrierefreiheit am Zug

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