Versehrter Autofahrer in Oesterreich


"Link zu" Temposünden, Alkohol und Drogen

Ein wichtiger Aspekt zur Förderung behinderter Menschen ist es, deren Mobilität zu erhalten. Zu diesem Zweck können verschiedene Begünstigungen von Autofahrern und/oder Beifahrern in Anspruch genommen werden.

 

 1. PARKBEGÜNSTIGUNGEN DURCH DEN AUSWEIS GEM. § 29 b DER STRASSENVERKEHRSORDNUNG (GEHBEHINDERTENAUSWEIS)

Personen, bei denen eine dauernd starke Gehbehinderung vorliegt, können die Ausstellung eines Ausweises gemäß § 29 b StVO beantragen. Mit diesem Ausweis können zahlreiche Begünstigungen (z. B. in Kurzparkzonen unbeschränkt parken, Behindertenparkplätze benützen etc.) in Anspruch genommen werden.

Die Anträge sind bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft bzw. in Wien bei der MA 46 gebührenpflichtig einzubringen.

Ausweisbesitzer können auch um Errichtung "eigener Behindertenparkplätze" in unmittelbarer Nähe des Wohnortes bzw. Arbeitsplatzes ansuchen.

2. BEFREIUNG VON DER ENTRICHTUNG DER PARKOMETERABGABE

Inhaber des Gehbehindertenausweises, die ihr Kraftfahrzeug selbst lenken, sind von der Entrichtung der Parkometerabgabe befreit. Wird der Inhaber des Gehbehindertenausweises befördert, so ist für die Dauer des Ein- und Aussteigens der behinderten Person keine Gebühr zu entrichten (Ausnahme Wien).

3. BEFREIUNG VON DER ENTRICHTUNG DER MOTORBEZOGENEN VERSICHERUNGS STEUER (KFZ-STEUER)

Dauernd stark Gehbehinderte, Blinde und Personen, denen die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel nicht zumutbar ist, können beim Haftpflichtversicherungsträger (bei Kraftfahrzeugsteuer beim Finanzamt) um Befreiung von der motorbezogenen Versicherungssteuer (Kraftfahrzeugsteuer) ansuchen.

Als Nachweise werden akzeptiert:

Ausweis gemäß § 29 b StVO;

Behindertenpass mit entsprechender Zusatzeintragung; sowie eine entsprechende Bestätigung des Bundessozialamtes.

4. MAUTERMÄSSIGUNG

Personen, die sowohl einen eingeschränkten Führerschein als auch einen Ausweis gemäß § 29 b der StVO besitzen, können bei jeder Mautstelle eine ermäßigte Jahreskarte beantragen.

Die Magnetkarte gilt für die Tauernautobahn, Brennerautobahn, Arlberg-Straßentunnel, Pyhrn- Autobahn, Großglockner-Hochalpenstraße und Felbertauernstraße.

5. KOSTENLOSE AUTOBAHNVIGNETTE

Inhaber eines Behindertenpasses, in dem Blindheit oder eine dauernd starke Gehbehinderung oder die Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel eingetragen ist und auf die ein Kraftfahrzeug zugelassen ist, können beim zuständigen Bundessozialamt eine kostenlose Jahresvignette anfordern.

6. ZUSCHÜSSE ZUM ANKAUF EINES KRAFTFAHRZEUGES

Beim Ankauf eines Kraftfahrzeuges können Behinderte verschiedene Förderungsmöglichkeiten in Anspruch nehmen:

a) Begünstigte Darlehen bzw. Zuschüsse zur Anschaffung bzw. Adaptierung eines Kraftfahrzeuges (z. B. für begünstigte Personen nach dem Behinderteneinstellgesetz, denen die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel nicht zumutbar ist und die das Kraftfahrzeug zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit benötigen)

Die Antragstellung erfolgt beim örtlich zuständigen Bundessozialamt.

7. ZUSCHUSS ZUR ERLANGUNG EINER LENKERBERECHTIGUNG

Begünstigten Behinderten, die zur Erreichung oder Erhaltung eines Arbeitsplatzes auf die Benützung eines Kraftfahrzeuges angewiesen sind, kann zur Erlangung der Lenkerberechtigung ein Zuschuss von maximal 50 v. H. der durchschnittlichen Kosten gewährt werden.

Der Zuschuss ist nicht vom Einkommen abhängig.

Die Antragstellung erfolgt beim örtlich zuständigen Bundessozialamt.

8. MOBILITÄTSHILFEN FÜR BERUFSTÄTIGE

Nachstehende Zuschüsse können begünstigten Behinderten zu den Kosten gewährtwerden, die mit der Suche nach einem Arbeitsplatz bzw. mit dem Antritt oder der Ausübung einer Beschäftigung verbunden sind. Voraussetzung ist der Besitz eines Behindertenpasses mit der Zusatzeintragung Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel. Die Antragstellung erfolgt jeweils bei der örtlich zuständigen Landesstelle des Bundessozialamtes.

Mobilitätszuschuss:

Der Mobilitätszuschuss ist eine Pauschalabgeltung des behinderungsbedingten Mehraufwandes im Zusammenhang mit der Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel. Die Gewährung erfolgt unabhängig vom Einkommen.

MOBILITÄTSHILFEN FÜR PENSIONSBEZIEHER:

Zuschüsse zum Ankauf und zur behinderungsbedingten Adaptierung von Kraftfahrzeugen können beim Unterstützungsfonds des Bundessozialamtes und beider örtlich zuständigen Bezirkshauptmannschaft oder dem Magistrat beantragt werden.

9. ERMÄSSIGUNG DES MITGLIEDSBEITRAGES BEIM ARBÖ UND ÖAMTC

Beide Kraftfahrer-Organisationen gewähren behinderten Kraftfahrern in der Kategorie "Autofahrer" ermäßigte Mitgliedsbeiträge.

10. Normverbrauchsabgabe (NoVA), neue Regelung ab 01.01.2011

Die Abgeltung der Normverbrauchsabgabe (NoVA) für Menschen mit Behinderung entfällt. Als Ausgleich dafür wird der monatliche Freibetrag für Körperbehinderte, die zur Fortbewegung ein eigenes Kraftfahrzeug benützen, von 153 Euro auf 190 Euro angehoben.
 

Kobv Behindertenverband Behindertenverein Behinderung Behinderte Behindertenausweis Behindertenpass Körperbehinderung Behinderungsgrad Ortsgruppe Pöchlarn Österreich Interessensvertretung Beratungsdienst Invalide Hilfeleistung Mitglieder Veranstaltung Neuigkeiten Freiland Helenental Förderer Blog Fotoalbum Geschichte Urlaubsmöglichkeiten Erholungshäuser Gesellschaft Menschen Wirtschaftlich Sparsam Existenzgründung Schwerbehinderung Behinderter Behinderungsarten Niederösterreich Sozialpass Pfleggeldzulage Kirchensteuer Behinderten Reisen behinderte Menschen Kinder Jugendliche Urlaub mit Behinderung Menschen mit Behinderung begünstigte Behinderte Grad der Behinderung Rente Schwerbehinderung

Counter